Ich wollte immer Architekt werden

Der Aufbau eines Kreativ-Unternehmens ist dem Bau eines Hauses sehr ähnlich. Und ich weiß wovon ich spreche. Nicht nur weil ich eine Werbeagentur gegründet habe, sondern auch weil ich einen Ingenieurtitel in Bauwesen habe (aus einem früheren Leben). Wir haben eine Wunschliste mit den Dingen, die wir uns für unser Haus wünschen. Wir entwerfen Pläne, stellen ein Budget auf und machen uns an die Arbeit.

Aber sind wir da der Architekt? Oder doch eher der Baumeister? Oder vielleicht sind wir beides? Wenn die Antwort nicht „Architekt“ ist, dann machen wir etwas falsch.

Warum?

Weil wir dann in unserem Kreativ-Business arbeiten und nicht an unserem Kreativ-Business. Und das Beste daran: Du bist nicht der einzige. Etwa 90 % der Unternehmer verbringen die meiste Zeit im Unternehmen statt am Unternehmen zu arbeiten. Kreativ-Unternehmer sind da nicht anders.

Hast du eine Idee welche Auswirkungen es hat nur ein Bauarbeiter zu sein? Es entsteht dadurch meist eine Umsatz-Flatline. Wir verbringen so viel Zeit damit, Nägel einzuschlagen und Wände zu streichen, dass wir den großen Plan aus den Augen verlieren. Die Vision, wie unser Kreativ-Traumhaus aussehen soll.

Kannst du die Aufgaben, die du täglich erledigst spontan benennen? Ist dir klar wann du am und wann im Unternehmen arbeitest? Es ist kein Beinbruch wenn es unklar ist. Viele von uns sind sich nicht sicher welche Rolle wir spielen und wie wir dies ändern können. Hier ein kurzer Überblick über die beiden Unterschiede:

Kreative, die in ihrem Unternehmen arbeiten, verbringen ihren Tag mit Aufgaben, die normalerweise Mitarbeiter erledigen würden (sofern sie welche hätten) – Marketing und Verkauf, Kundenberatung, Buchhaltung, etc. Die Arbeit im Unternehmen ist an ihrer Aufgabenorientierung erkennbar.

Die Arbeit am Kreativ-Business ist strategischer Natur. Es geht darum, Pläne für die Zukunft zu entwerfen, Netzwerke zu bilden, den Markt zu beobachten, Verkaufsstrategien zu entwerfen und Marketing-Kampagnen zu designen – Dinge, die neue Projekte und Honorare bringen. Natürlich machen die meisten Unternehmer ein bisschen von beidem, vor allem in der Aufbauphase.

Aber sobald es einigermaßen läuft, ist es an der Zeit Pläne zu entwerfen, um die Arbeit anderen zu überlassen, damit wir uns auf die Strategien konzentrieren können. ⠀⠀

Und hier noch eine Warnung:
Wenn wir uns an den Gedanken gewöhnen können, dass andere die täglichen Routinearbeiten für uns machen – Mitarbeiter oder Freelancer – dann dürfen wir uns auch gleich darauf einstellen, dass sie es anders machen als wir selbst. Immerhin ist dies nicht ihr Haus, und sie wissen nicht so viel über seine Räume und unsere Vorstellung von Innenraumdesign.  Aber wir müssen sie arbeiten lassen, wenn wir wachsen wollen. ⠀⠀

Wenn wir uns erst einmal an die Idee gewöhnt haben Dinge loszulassen, können wir beginnen große Pläne und Visionen zu machen. In einem meiner nächsten Beiträge werde ich die für mich 5 wichtigen Dinge beschreiben, die wir im Voraus planen sollten. Also bleib dran. 😉

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