Rockstar-Agenturen ticken anders

Wenn ich an Rockstars denke, dann kommt mir sofort deren Lifestyle in den Sinn: Sex, Drugs and Rock’n Roll. Die Verkörperung dieser Idee waren für mich immer die Rolling Stones und im Besonderen deren Gitarrist Keith Richards. Auch die Stones wurden nicht als Legenden gegründet, sondern haben sich ihre Bedeutungssteigerung erarbeitet. Als Micro-Agentur können wir viel von ihnen lernen, um damit unsere eigene Rockstar-Agentur zu modellieren.

Das klassische Agentur-Modell ist unbrauchbar.

Als ich 1993 meine Agentur gegründet habe, war dies der Start auf dem Weg zur erfüllung eines Traumes. Wir wollten so sein wie unsere Vorbilder – JvM, Springer & Jakoby, Haslinger & Keck, DMB und natürlich unserer Stammagentur MMS. Tolle Kunden, geile Kampagnen und eine Größe, um am Markt ernst genommen zu werden. Auf dem Weg dorthin haben wir die Geschäftsmodell unserer Vorbilder kopiert.

Kreative Ideen führen zu Kreativpreisen und dies zu mehr Kundenanfragen. Mehr Kundenprojekte führt zu mehr Mitarbeitern. Mehr Mitarbeiter zu mehr Problemen. Eine Micro-Agentur mit 2 Personen funktioniert anders als eine mit 23 Angestellten.

Die Hydra muss immer gefüttert werden.

Es hat an die 10 Jahre gebraucht, um dies zu erreichen – von der 2 Mann-Agentur zu 23 Mitarbeitern. Ohne es zu merken hatte ich völlig neue Aufgaben zu erfüllen, wie z.B. Personalgespräche führen, kreative Eitelkeiten schlichten, Betriebswirtschaft und Controlling, ein größeres Büro finden, IT-Probleme, unzufriedene Kunden beruhigen.

In den ersten Jahren kannte ich jedes Kreativ-Projekt, jede Idee wurde gemeinsam entwickelt und auf einmal wusste ich nicht wer heute auf Urlaub oder in Krankenstand ist. Sobald ich ein Problem gelöst hatte, tauchten 2 weitere auf. Dafür habe ich nicht meine Agentur gegründet. Ich wollte „geil Werbung“ machen und es den Etablierten zeigen – nicht den Manager eines Unternehmens spielen.

Wenn es gut läuft, arbeiten wir uns zu Tode.

Nur Projekte durch Empfehlung war für unsere Agenturgröße zu wenig. Die Kunden-Akquise wurde zu meinem Hauptthema und ich habe es gehasst. Permanent dafür zu sorgen, dass genügend Jobs in der Agentur sind ist echt stressig und belastend.

Ich hatte zu diesem Zeitpunkt auch keine andere Idee als klassische Akquise. Jeder der dies auch schon gemacht hat kennt die Gefühle von permanenter Ablehnung. Ich bin kein fauler Mensch, daher war meine Lösung einfach mehr arbeiten. Keine kluge Idee, wenn sich mehr Arbeitsstunden mit Stress und Sorgen paaren. Ein direkter Pfad in Richtung BurnOut. Es hat wieder an die 10 Jahre gedauert, um aus dieser tödlichen Spirale auszusteigen.

Echte Rockstars kopieren nicht, sondern gehen ihren eigenen Weg.

Es spricht nichts dagegen eine große Agentur aufbauen zu wollen. Speziell wenn man sich bewusst ist, was dies bedeuten kann. Aus meiner Sicht gibt es eine Alternative zum klassischen Agenturmodell, für all jene die in dieser tollen Kreativ-Branche erfolgreich sein möchten, ohne sich ins Grab zu arbeiten.

Erst die Zusammenarbeit mit Micro-Agenturen in den letzten Jahren und die Ansätze meiner eigenen Mentoren wie Michael Port oder Taki Moore haben die Idee des Rockstar-Agentur-Modells reifen lassen.

Was macht eine Rockstar-Agentur anders?

Es handelt sich dabei um eine Micro-Agentur, also EPU oder maximal 8 Mitarbeiter. Ein Kleinstunternehmen in der Dienstleistung, würde die WKO dazu sagen. Sie ist extrem spitz positioniert und daher für die Zielgruppe am Markt klar erkennbar. Sie bietet keine Leistungen auf Stundenbasis und nimmt an keinen Wettbewerbspräsentationen teil.

Die Rockstar-Agentur kennt ihre eigenen Stärken und macht daraus ein kreatives Hero-Projekt. Dies führt zu rascheren Kundenentscheidungen und verhindert langwierige Angebotserstellung. Dies führt langfristige zu mehr Kreativ-Gigs, mehr Fans (idealen Kunden) sowie persönlicher und finanzieller Freiheit – eben alles was einen Rockstar ausmacht. Und ganz wichtig: Rockstar-Agenturen hoffen nicht auf Empfehlung, sonder haben ihr Marketing im Griff und bauen systematisch den eigenen Ruhm auf.

Wobei wir wieder bei Sex, Drugs und Rock’n Roll angekommen sind. Auf die Kreativ-Branche übersetzt würde dies wohl „geile Projekte, wertschätzende Kunden und Freiheit“ bedeuten. Und genau dies ist die Idee der Rockstar-Agentur. Nicht die großen Agenturen kopieren, sondern den eigenen Weg gehen. Wie Keith Richards: vom schüchternen Buben zum barocken Kerl mit vernarbtem Piratengesicht und wohl einem der besten Gitarristen der heutigen Zeit.

Wenn du mehr über die Idee der Rockstar-Agentur und dem Hero-Projekt erfahren möchtest, dann schreib mir eine Nachricht mit ROCKSTAR.

Claus „Rockstar“ Zerenko

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